Pressemitteilung EUREGIO-Rat

Der EUREGIO-Rat hat auf seiner letzten Jahrestagung 2018 in Warendorf den Ausschuss „Nachhaltige Raumentwicklung“ beauftragt, zu prüfen, ob und in welcher Form sich die EUREGIO zur Frage der Atommülllagerung in der Mitgliedskommune Ahaus positionieren soll. Die SPD/PvdA-Fraktion spricht sich dafür aus, die gesamte Atommüllproblematik und -aufbereitung im deutsch-niederländischen Grenzbereich zu thematisieren und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

 

Außerdem wurden die INTERREG-Projektanträge „Leonardo da Vinci Innovation“, „UNESCO Geopark Cooperation DE/NL“ und „Grenzüberschreitende Touristische Innovation 2“ beraten und beschlossen. Jürgen Lindemann, Sprecher der deutsch-niederländischen SPD/PvdA-Fraktion, freut sich insbesondere, dass es gelungen sei, das Projektes „UNESCO Geopark Cooperation DE/NL“ mit einem Gesamtbudget von 1,41 Mio. € auf den Weg zu bringen. Das Projekt „UNESCO Geopark Cooperation DE/NL“ strebt eine enge Zusammenarbeit der beiden Geoparks TERRA.vita auf deutscher Seite und De Hondsrug auf niederländischer Seite in den Entwicklungsbereichen Infrastruktur, Produkte, Bildung, Marketing und Strukturen an. Mit einem Konsortium aus acht Projektpartnern aus Deutschland und den Niederlanden sollen in diesen Bereichen in den nächsten vier Jahren eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden, um Barrieren für Bürger und Institutionen beiderseits der Grenze zu reduzieren. Als Maßnahmen sind z. B. die physische Verbindung der beiden Geoparks durch die Weiterentwicklung des Hünenweges, die Erstellung gemeinsamer Gebietskarten und ein grenzübergreifendes Geopark-Magazin geplant.

Aber auch das Projekt „Grenzüberschreitende Touristische Innovation 2“ mit einem Gesamtbudget von 3,4 Mio. € sei für das Osnabrücker Land von großem Wert, so die SPD/PvdA-Fraktionsmitglieder Karl-Georg Görtemöller aus Bramsche und Wilhelm Hunting aus Melle. Ziel des Projekts ist es, die Zahl der Besucher und Übernachtungsgäste sowie Ausgaben aus dem Nachbarland zu erhöhen, indem Kleinstunternehmen und Organisationen für die grenzüberschreitenden Herausforderungen fit gemacht werden und diese selbstständig meistern können. Diese Kombination – die Förderung der Wirtschaftskraft der ansässigen Unternehmen sowie die grenzüberschreitende Kooperation bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen – begründet den großen Mehrwert des Projektes.

In weiteren Tagesordnungspunkten wurde der Jahresabschluss 2018 mit einer Bilanzsumme in Höhe von 48.902.761,26 € und einem Jahresüberschuss von 299.569,77 € festgestellt, der Geschäftsführung sowie dem Vorstand Entlastung erteilt sowie der Haushalt 2019 beschlossen.

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