Pressemitteilung: Meller SPD informiert sich über bedarfsgerechte Wohnraumversorgung

„Für uns stellt die Versorgung mit Wohnraum insgesamt, aber insbesondere für finanziell schwache wie Alleinerziehende, Senioren, junge Familien und Personen mit Handicaps ein wichtiger Pfeiler der Daseinsvorsorge da. Dem müssen wir uns in Melle und auch in den Stadtteilen stellen. Das Angebot von Wohnungen mit Mietpreisbindung geht deutlich zurück und wird ohne Gegensteuern vom Markt verschwinden. Erfreulich ist, dass die städtische Wohnungsbau Grönegau GmbH sich bereits auf den Weg gemacht hat, um neue bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Das aktuelle Bauvorhaben kann dabei nur der Anfang sein. Wir werden in den kommenden Jahren noch deutlich stärker in den Neubau preisgünstiger Mietwohnungen investieren müssen und das nicht nur im Gebiet „Neue Mitte-Nord“ sondern auch in den Stadtteilen“, erklärt SPD – Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hunting bei einem Informations- und Besichtigungstermins des im Bau befindlichen Mehrfamilienhauses an der Breslauer Straße.

Dirk Hensiek, Geschäftsführer der Wohnungsbau Grönegau stellte das Objekt vor und gab einen Ausblick auf die Aktivitäten der Wohnbau Grönegau und der Stadt Melle, um dem drängenden Problem der Wohnraumversorgung zu begegnen. Aktuell entsteht hier ein Mehrfamilienhaus mit 27 Wohneinheiten. Die Wohnfläche der Wohnungen beträgt zwischen 60 – 95 qm, aufgeteilt in 2 – 4 Zimmer. Jede Wohnung verfügt über eine Terrasse im Erdgeschoss o. Balkon im 1. und 2. Obergeschoss. 8 Wohnungen werden an Personen mit Inklusionsbindung vermietet. Vermietungsstart ist Dezember 2019. Es wird eine Netto-Kaltmiete ab 5,60 € angestrebt.

Wilhelm Hunting

„Zur Bewältigung dieser großen Aufgabe bedarf es einer hinreichenden Kapitalausstattung, ohne die kein Finanzierungsmodell für die Neubauinvestitionen möglich wäre. Angesichts des erheblichen Bedarfs an Neubauwohnungen haben wir daher in den Haushaltsberatungen gefordert, zunächst 500.000 € bereit zu stellen. In den Beratungen zum Doppelhaushalt konnten wir eine verbindliche Absichtserklärung erzielen, aus dem bevorstehenden Jahresabschluss 2018 schon Anfang 2019 Mittel zur Förderung des Wohnungsbaus bereit zu stellen. Diese können zur Stärkung des geförderten Wohnungsbaus investiert werden, ohne dass hierfür eine Neuverschuldung zu veranschlagen sein wird. Über den Umfang und die Ausgestaltung des Investments der Stadt in den sozialen Wohnungsbau wird in Kürze entschieden. Die Weichen hierfür haben wir bei den Haushaltsberatungen gestellt“, führt Wilhelm Hunting aus.

Darüber hinaus sieht die Meller SPD Potentiale für den Wohnungsmarkt durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für die Aktivierung von innerörtlichen Wohnbauentwicklungsflächen, die Förderung von Abrisskosten oder Hilfen zur Aufbereitung von Flächen bei anschließender Grundstücksbereitstellung für die Schaffung von günstigem Wohnraum. Der Landkreis Osnabrück beabsichtigt die Unterstützung der Städte und Gemeinden mit der Einrichtung eines Fonds für bezahlbares Wohnen in Höhe von 1,5 Mio €, auch für diesen Zweck. Dank der frühzeitigen Initiativen der Meller SPD zur Wohnraumversorgung und der weitsichtigen Strategie der Wohnungsbau Grönegau GmbH sind Erfolge zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sichtbar. Weitere Projekte wie die „Neuer Mitte Nord“ und ein Mehrfamilienhaus in Buer befinden sich in der Planung.

„Wir werden alle Stellschrauben nutzen, um die Schaffung des bezahlbaren Wohnraum zu forcieren“, erklären die Meller Sozialdemokraten unisono.